Aufgekrempelt

Katja Stromberg, ihres Zeichens Textilwissenschaftlerin, Museumspädagogin und Damenschneiderin hat ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zur Damenschneiderin begonnen. Das Handwerkliche allein bildet zwar die Basis, erweckte aber das Bedürfnis, die Materie auch wissenschaftlich anzuschauen. Neben dem Interesse an der Wissenschaft des Textilen existiert auch ein Interesse an der Kunst und ihrer Geschichte.

Nach inzwischen abgeschlossenem Studium und erfolgreicher Promotion ist das Feld der Tätigkeiten facettenreich. Führungen in Museen, museumspädagogische Arbeit mit Kindern, kuratorische Aufgaben bilden die eine Seite und die andere dient der praktischen Umsetzung, dem das Erlernte und das Studierte hilfreich zur Seite steht.
Die Rekonstruktion historischer Kostüme und Accessoires in unterschiedlichen institutionellen Zusammenhängen sowie das eigene Kreieren textiler Dinge und Maßgeschneidertes sind zu nennen. Das zu allem eine fundierte Materialkenntnis von Nöten ist, versteht sich von selbst, ebenso wie das Wissen um aktuelle Trends ... nicht nur in der Mode.
Dr. Ellen Markgraf, Kunstgeschichte und Fotografie

Diese Kleidung eines bürgerlichen Paares aus der Zeit des Biedermeier wurde nach Originalmodellen aus dem Besitz des LVR-Industriemuseums rekonstruiert. Ausstellungsort ist die Dauerausstellung der St. Antoni-Hütte in Oberhausen, heute eine Außenstelle des LVR-Industriemuseum Oberhausen, seinerzeit Standort des ersten Hochofens im Ruhrgebiet.

Dieser bürgerliche Herrenanzug wurde 2007 nach Originalmodellen aus den 1790er Jahren rekonstruiert. Auftraggeber war das LVR-Industriemuseum Oberhausen. Der Anzug, bestehend aus Rock, Weste, Hemd und Hose wurde für einen Gästeführer angefertigt, der darin Gottlob Julius Jacobi darstellt, seines Zeichens erster Direktor der St. Antony-Hütte in Oberhausen, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der erste Hochofen im Ruhrgebiet.


Diese Kleidung in Anlehnung an die Frauen- und Männerkleidung aus der Zeit des 14. Jahrhunderts wurde nach Zeichnungen rekonstruiert. Anlass war die Ausstellung "Willkommen im alten Köln" im Historischen Archiv der Stadt Köln (2016).